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Ravi Shankar nennt sich "Sri
Sri". "Sri" bedeutet in etwa "heilig" oder "glücklich", wie
bei Sri Lanka.
Ravi Shankar lässt
sich als "His Holiness" anreden, "Seine Heiligkeit". Das ist offenbar ebenfalls
ein selbst verliehener Titel. Ob wenigsten der Name "Ravi Shankar" echt
ist, ist unklar.
Der heutige Guru Ravi Shankar
war einst Mitarbeiter des Gurus Maharishi,
der durch die Beatles weltberühmt wurde.
Die Namensgleichheit mit
dem Sitar-Spieler erleichterte ihm vermutlich den Start als Guru.
Die Organisation des Gurus
Sri Sri Ravi Shankar heisst International Art of Living Foundation IAOLF,
laut Wikipedia (21.11.2009)
"seit 2003 in der Schweiz als unabhängige Foundation eingetragen".
Der Verein "Die Kunst des Lebens Deutschland e.V."
Die deutsche Filiale ist
der Verein "Die Kunst des Lebens Deutschland e.V.".
Dieser betreibt die "Akademie
Bad Antogast" in 77728 Oppenau im Schwarzwald, auch als "Europäisches
Zentrum
Bad Antogast" bezeichnet.
"Bad Antogast" ist nicht
etwa ein Ortsname.
Man hat vielmehr ein
marodes Kurhotel gekauft, wie es Maharishi etwa in Schledehausen
vorgemacht hatte.
Esotera Nr. 11/1998 berichtete: "Weil die Gäste ausblieben ... wurde das um die Jahrhundertwende erbaute Kurhotel mit seiner Felsenquelle, das in Bad Antogast in der Nähe von Oppenau im Schwarzwald liegt, in den Fünfzigern als Übergangslager für DDR-Flüchtlinge und Spätaussiedler genutzt und irgendwann dem Verfall überlassen. 1995 erwarb dann die "Gesellschaft für Inneres Wachstum e.V.” den zerfallenden Hotelkomplex. Diese Gesellschaft ist der deutsche Ableger der internationalen "Art of Living Foundation” ("Gesellschaft für Lebenskunst”), die von Sri Sri Ravi Shankar 1982 gegründet wurde ...".
In http://artofliving.eu/index.php?id=10 befindet sich eimne Art Impresssum für den deutschen Teil dieser Website:
Eklat
in Indien: Oettinger bei Ravi Shankar
Günther
Oettinger, Noch-Ministerpräsident von Baden-Würrtemberg und designierter
EU-Kommissar, bereiste im November 2009 Indien mit einer 120-köpfigen
Delegation aus Wirtschaft und Politik. Ein Besuch beim Prominenten-Sammler
Ravi Shankar geriet zum Eklat. Die deutsche Presse berichtete. Rechts ein
Bericht des Reutlinger Generalanzeigers vom 19.11.2009. Bildunterschrift:
"Gruppenbild mit Guru". Oettingers Begleiter hatten einen Folklore-Abend
erwartet und nicht einen Besuch bei einem Guru. Die Südwestpresse
vom 20.11.09 mit dem Titel "Der indische Guru - ein Kasper": "Stattdessen
warb der Guru für seine Weltanschauung und ließ Filme zeigen,
in denen er sich als Heiliger feiern lässt. 'Ich weiß nicht,
wo ich hier hingeraten bin', sagte die Grünen-Abgeordnete Theresia
Bauer. 'In einen Hindu-Tempel wäre ich mit großem Respekt gegangen,
aber nicht zu einem Kasper', empörte sich ein Unternehmer hinter vorgehaltener
Hand."
Focus.de 19.11.09: "Viele
fühlen sich an geschäftstüchtige Gurus vom Schlage Bhagwans
erinnert. ... Mehrere Kamerateams dokumentierten für den Guru
Oettingers Besuch. Der Noch-Ministerpräsident muss damit rechnen,
dass die Bilder mit ihm wie auch die anderer Politiker, den Einfluss des
spirituellen Führers belegen sollen. Da ist er übrigens in guter
Gesellschaft. Erst kürzlich gab der Mann, dem Oettinger in der EU-Kommission
nachfolgen soll, Shankar bei einer Konferenz im EU-Parlament die Ehre:
der SPD-Politiker Günter Verheugen."
In seiner "offiziellen" Website meldete Ravi Shankar bereits
am 19.11.2009: "Minister-President of Baden-Wuerttemberg meets Sri Sri,
Nov. 18" - www.srisri.org
| Ravi
Shankar bei Wowereit
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SPD-Abgeordnete
Erika Mann unterstüzt Ravi Shankar
| Erika Mann, SPD-Abgeordnete im Europäischen Parlament aus Bad Gandersheim, schlägt Ravi Shankar für Nobelpreis vor. Weshalb, wird allerdings auch nach der Lektüre der Verlautbarung in ihrer eigenen Website nicht klar. In ihrer Website http://erikamann.com befinden sich 87 Fundstellen für Ravi Shankar (21.11.2009). |
| Aus: http://erikamann.com/themen/aktuelleeuropische/Sri%20Sri%20Ravi%20Shankar
Sri Sri Ravi Shankar von Erika Mann für den Nobelpreis vorgeschlagen Für den Nobelpreis 2007 hat Erika Mann den indischen Geistlichen Sri Sri Ravi Shankar beim norwegischen Nobelpreiskomitee vorgeschlagen. Damit ist dieser einer von 181 Personen, die für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurden. Sri Sri ist ein spiritueller Lehrer, der weltweit Beiträge zur menschlichen Entwicklung leistet. Der indische Staatspräsident verlieh ihm 1986 auf der "World Conference on Yoga" in Neu Delhi den Ehrentitel "Yogashiromani", "Kronjuwel des Yoga". Er ist das einzige nicht westliche Mitglied des Beirates der Divinity School der Yale Universität in den USA. 1996 leitete er die "International Conference of Religions" an der Universität Kyoto in Japan. Er war Gastredner zum fünfzigsten Geburtstag der Vereinten Nationen. Sri Sri Ravi Shankar gründete
unter anderem 1981 die Art of Living Foundation die mittlerweile zu einer
der größten Nichtregierungsorganisationen herangewachsen ist.
Die Stiftung hat das Ziel, die Belebung menschlicher Werte in der Gesellschaft
und die Entwicklung des einzelnen Menschen zu größerer innerer
Freiheit und Selbstbestimmung zu fördern.
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Nobelpreis für Sri Sri Ravi Shankar?
Die Welt vom 18.4.05 (http://www.welt.de/data/2005/04/18/706136.html) berichtete:
"Als das Nobel-Komitee in Oslo Mitte Februar die Kandidaten bekannt gab, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert sind, stiftete es Verwirrung in den Redaktionen internationaler Medien. Denn auf der Liste steht unter "S" auch Sri Sri Ravi Shankar, Indien. Wer ist das? Die Nachrichtenagentur Reuters recherchierte nur oberflächlich und meldete, der "indische Sitar-Spieler Ravi Shankar" sei für den Nobelpreis nominiert. Das war gänzlich falsch; Reuters mußte eine Korrektur hinterherschicken, worüber die Branche sich gebührend lustig machte. Sri Sri Ravi Shankar soll über den Vorgang nur gelächelt haben. Daß er mit dem Musiker gleichen Namens verwechselt wird, ist er gewohnt. Außerdem hat die Falschmeldung dem frisch nominierten Nobel-Kandidaten immerhin ein schönes Medien-Echo verschafft... In dieser Woche könnte sein Name auch in Hamburger Redaktionen Verwirrung stiften. Denn Sri Sri Ravi Shankar besucht diese Woche die Hansestadt, wird am Freitag sogar im Rathaus empfangen ..."Soweit in Erfahrung zu bringen war, gibt es solche Listen nicht. Dazu die nachfolgenden E-Mails.
| Betreff: SV: Ravi
Shankar nominated for peace price?
Datum: Sun, 29 May 2005 10:41:26 +0200 Von: Info <info@nobel.se> An: Ingo Heinemann <Ingo.Heinemann@t-online.de> Dear Ingo Heinemann,
-----Ursprungligt meddelande-----
AGPF Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn E-Mail: AGPF@AGPF.de Internet: http://www.AGPF.de Ingo Heinemann 53579 Erpel - Grabenstrasse 1 Tel. 02644-980130 Fax 02644-980131 E-Mail: Ingo.Heinemann@t-online.de Internet: http://www.Ingo-Heinemann.de ---------------------------------------------------- Datum: 23.5.2005 Betr.: Ravi Shankar nominated for peace price? ---------------------------------------------------- Dear Sir and Madam, AGPF is occupied with consumer protection on the psycho market . The organizations of Sri Sri Ravi Shankar offers products on this market. Therefore we watch the advertising. A german newspaper Die Welt 18.4.05 http://www.welt.de/data/2005/04/18/706136.html reported, that the Nobel Committee in february published the names of those, who are "nominated" for the price for peace. In this list should be Ravi Shankar, the guru, not the musician. Did you publish such a list? Where can I find it or could you please send it? What does the term "nominate" mean? In this case: Who nominated Ravi Shankar? Best regards Ingo Heinemann |
In der indischen Hindustan Times vom 26.2.2005 (http://www.hindustantimes.com/news/181_1258680,00110005.htm) wurde kurz zuvor die Frage diskutiert:
"Ist Spiritismus eine Methode, das zu erreichen, was Religionsführer als "Super-Bewusstsein' bezeichnen?Titel der Veranstaltung: "Spiritismus - Nimbus oder Schwindel? ('Spiritualism - a Halo or Hoax?')
Oder ist es eine Rauchwolke für Sekten-Gurus um Reichtum in ihre Gruppe zu bringen?"
(Im Original heisst es: "Is spiritualism a means to attain what religious leaders dub as 'super-consciousness' or a "smoke screen" for cult gurus to attract the rich into their coterie?". "Spiritualism" wird vielfach mit "Spiritualität" übersetzt. Das Wörterbuch sagt: Spiritismus.)
" 'Studien haben gezeigt, dass dort am meisten Gewalt herrscht, wo es am wenigsten Spiritualität gibt', sagte der Befürworter der patentierten Sudarshan Kriya Atemtechnik"Was für "Studien"? Auch der Maharishi-Kult macht seit Jahrzehnten Werbung mit einer grossen Zahl angeblicher Studien, die angeblich die Überlegenheit der "Transzendentale Meditalion" beweisen sollen, vgl. http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft.htm.
(Drawing the lines between religious fanaticism and spiritualism, the proponent of the patented Sudarshan Kriya breathing technique said "studies have shown violence is highest where spirituality is the lowest.")
Falschbehauptung:
"Alt-Kanzler Helmut Schmidt schätzt die Lehre des Gurus"
| In dem
Artikel rechts wird behauptet, Alt-Kanzler Helmut Schmidt schätze
die Lehre des Gurus.
Und nicht nur Helmut Schmidt, sondern mindestens ein weiterer ranghoher Politiker, also "Präsidenten". Helmut Schmid war Bundeskanzler von 1974-1982, nach Willy Brandt und vor Helmut Kohl. Seit 1983 ist Schmidt Mitherausgeber der Wochenzeitung Die Zeit. Mit Schreiben vom 6.11.2003 (Abbildung unten, zum Vergrössern anklicken) lässt Helmut Schmidt mitteilen, er schätze den Musiker Ravi Shankar. Der Guru sei ihm unbekannt. Später stellte sich heraus: Ein Gespräch hatte im Sommer 98 tatsächlich stattgefunden. Es ging dabei aber nicht um des Gurus Lehren. Das Gespräch mit dem Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt wurde im Namen einer internationalen Organisation geführt wurde, die ihren Sitz in Genf hat und ausdrücklich darauf hinweist, dass sie UNO-NGO ist. Inhalt des Gespräches war "humanitäre Arbeit". Helmut Schmidt war bereit, humanitäre Arbeit zu unterstützen. Tatsächlich kann Alt-Kanzler Helmut Schmidt sich offenbar nicht an Ravi Shankar erinnern, obwohl er bekanntermassen über ein hervorragendes Gedächtnis verfügt. Ravi Shankar hat also offenbar keinen besonderen Eindruck hinterlassen. Gegen den Artikel im Berliner Kurier vom 17.9.2003 haben Ravi RShakars Vertreter sich nicht verwahrt. Es ist deshalb anzunehmen, dass der fragliche Text von der Gesellschaft für Inneres Wachstum e.V. (GIW) oder der Akademie Bad Antogast lanciert oder angeregt wurde, die ja letztlich auch diese Lehre in Deutschland verkaufen und für die der Artikel deshalb geworben hat. Fazit: Ravi Shankar hat mit Schmid ein Gespräch über Unterstützung für humantäre Arbeit geführt. Die Behauptung, Alt-Kanzler Helmut Schmidt schätze die Lehre des Gurus, ist frei erfunden. |
Berliner
Kurier 17.9.2003
Der
Guru, dem die Präsidenten vertrauen
Er
kommt aus Indien und verbreitet auf der ganzen Welt sein Lächeln
Berlin - Mit seinem schwarzen
Bart, dem wallenden weißen Gewand und seinen langen Haaren sieht
er aus wie ein echter Guru. Der schlanke Mann mit der hohen Stimme heißt
Sri Sri Ravi Shankar (47). Und Seine Yoga-Atemübungen sind ein echter
Exportschlager, auch bei Präsidenten.
Spannend war das. Die Begegnung mit dem weltberühmten Indischen Philosophen Sri Sri Ravi Shankar, im vierter Stock vom Hilton. Und da hockte er dann, im Lotussitz, auf seinem Sofa. "Berlin ist so eine lebhafte Stadt. Vielleicht die lebhafteste in Europa", sagt Shankar. Schön. Er muss es ja wissen. Über 140 Länder hat er bereist, um seine Lehre und das "Einmaleins" der richtigen Atmung zu verkünden. Und mit wem hat er nicht schon über Krieg und Frieden und das korrekte Atmen geplaudert: Der Polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski schätzt seine Lehre "Art of Living" (Kunst des Lebens) genauso wie Alt-Kanzler Helmut Schmidt. Ja. Irgendwas hat er, dieser Sri Sri. Man wird ganz fröhlich in seiner Gegenwart. Es ist ja auch ganz toll, was der Gelehrte so alles macht, außer Atmen lehren. Er unterstützt zahlreiche Hilfs- und Entwicklungsprojekte, pflanzt Bäume, lässt ganze Dörfer von Müll und Unrat befreien. Seine Ziele für unsere Zukunft sind klar. "Die Menschen haben nach meinen Übungen mehr Kraft, ihre eigenen Ziele zu verfolgen und um mehr Nächstenliebe zu geben. Das lehre ich. Deswegen reise ich." Nein, der neue Star am Meditations-Himmel ist kein fieser Scharlatan: Sri Sri Ravi Shankar fährt keinen Rolls-Royce, kennt keine Sex-Partys, sondern lebt bescheiden. "Der schönste Luxus für mich ist, wenn Menschen lachen." Der Guru liest heute im Roten
Rathaus, ab 18 Uhr. T. Berg
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Ravi
Shankar war "Gouverneur" der "Weltregierung" des Maharishi Mahesh Yogi
| Ravi Shankar hat also
sein Guru-Handwerk bei Maharishi gelernt, dem ersten indischen Guru, der
im Westen erfolgreich und reich wurde. Dazu mehr unter http://www.AGPF.de/tm1.htm
Das wäre kaum erwähnenswert, wenn diese Information den heutigen Informationen über Ravi Shankar zu entnehmen wäre, insbesondere also dem Lebenslauf. Das ist nicht der Fall. Weder in der deutschen Website www.artofliving.de, noch in seiner englischen srisriravishankar.info (Stand 28.4.2005) , aus der die Abbildung rechts stammt. Demnach nennt Ravi Shankar
sich "His Holiness", "Seine Heiligkeit", wie Maharishi.
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In der Website www.artofliving-foundation.de heißt es zu seinem Werdegang:
"Sri Sri Ravi Shankar wurde 1956 im südindischen Bangalore geboren. Als Kind fiel er durch seine besondere Wachheit und seinen unmittelbaren Zugang zu den heiligen Schriften auf. Bereits im Alter von vier Jahren konnte er die Bhagavad Gita rezitieren. 1982 begann Sri Sri Ravi Shankar, inspiriert durch eine Zeit der Stille, den Kurs "Die Kunst des Lebens" zu lehren. Er hat das zeitlose vedische Wissen des Yoga und der Meditation in den Kursen so gestaltet, daß es für den Menschen der heutigen Zeit leicht und auf natürliche Weise angewendet und erfahren werden kann.""Bereits im Alter von vier Jahren konnte er die Bhagavad Gita rezitieren": Was bedeutet das? Nun ja, es ist auch in Europa keineswegs unüblich, dass Kinder Texte auswendig lernen, religiöse oder weltliche.
Auf Anfrage hat die Akademie
Bad Antogast bestätigt, daß Ravi Shankar Gouverneur der Maharishi-Bewegung
war (E-Mail vom 15.7.2001, Eva Legall). Die Akademiegeäude gehören
dem Verein Kunst des Lebens Deutschland e.V., laut Website "gegründet
von Sri Sri Ravi Shankar".
Mindestens
ein weiterer Maharishi-Anhänger ist Shankar gefolgt:
| Dr. Eberhard Baumann,
abgebildet in der Zeitschrift "Weltregierung" Nr. 4 aus 1979 ("Weltfriede
gesichert") als Friedensbringer (links unten): "Deutsche Wissenschaftler
leiten die zweite Phase des Friedensprogramms im Iran ein", Zum Bild vgl.
auch http://www.AGPF.de/TM-Traben-Trarbach.htm
Bildunterschrift: Dr. rer. nat. Eberhard Baumann |
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Die angebliche Universität
hat nie existiert. Die Bezeichnung "Arzt an der Maharishi European Research
University" lässt Zeifel daran aufkommen, ob Baumann jemals Arzt war.
Zumal Ärzte damals in der Regel Dr. med. waren und einen Dr. rer.nat.
allenfalls zusätzlich hatten.
Die Süddeutsche Zeitung vom 27.03.1979 berichtete Autor Johann Freudenreich unter dem Titel "Praxishelferin sollte für Scientology-Sekte werben": "Für eine andere Sekte, "Transzendentale Meditation", hat erst kürzlich ein Arzt, der freilich nicht in München praktiziert, Dr. E. Baumann, öffentlich Reklame gemacht. Mit Hilfe dieser Heilslehre werde man nicht nur gesund, sondern könne sich auch durch Übung von der Erde erheben und schweben, erklärte der Arzt."
In der Internet-Seite
http://www.artofliving-foundation.de/Kurse/SahajSamadhi.htm
wird er bescheidener als
"von Sri Sri Ravi Shankar persönlich ausgebildeten Meditationslehrer"
bezeichnet.
| Erfahrungsbericht von Inge
Reichert-Deurer, Ärztin,
eMail xxxxxxx@web.de Teilnehmerin am Kurs "Die Kunst des Lebens". Gefunden in Connection 4/2000. Seit fast einem Jahr befasse ich mich mit den Lehren des indischen Gurus Sri Sri Ravi Shankar und besuche Kurse von ihm und seinen Anhängern. Sein europäisches Zentrum befindet sich in Bad Antogast im Schwarzwald, einem ehemaligen Kurhotel. Ich komme gerade von einem Fortgeschrittenen-Kurs zurück und möchte meine persönlichen Eindrücke schildern. Sri Sri Ravi Shankar lehrt eine Abfolge von Yogaübungen, die immer mit einer bestimmten Atemrechnik verbunden sind, sowie Atemübungen. Ein wichtiges Element ist die Sudarshan-Kriya, die eine forcierte Atmung über etwa eine halbe Stunde beinhaltet. Dabei kann es zum Ausbruch von verdrängten Gefühlen kommen, was zu einer tiefen emotionalen Reinigung führt, weshalb es ratsam ist, die Sudarshan-Kriya nur in Gruppen durchzuführen. Ich praktiziere die empfohlenen Übungen täglich, das benötigt etwa eine halbe Stunde und ich habe erfahren, dass sie sehr wirksam sind. Ich fühle mich frischer, energievoller und lebensfroher. Langfristig sollen die Übungen und Kurse und seine Lehre zur Erleuchtung führen. Wenn man den ersten Kurs besucht, muss man zuerst ein Formular unterschreiben, dass man die erlernten Übungen nicht weitergeben darf. Im Prinzip ist das in Ordnung, nur war mir mehr als die Hälfte der Übungen in ähnlicher Weise schon aus Yoga-, Tanz-, Theater- und Therapiekursen bekannt. Die Versorgung mit Toiletten und Duschen im Haus ist etwas dürftig. Auch das leckere vegetarische Essen war zeitweilig etwas knapp bemessen, aber angesichts des niedrigen Preises kann man das akzeptieren. Die Auslastung des Quellen-Saales mit Fortgeschrittenen Schülern war mit 160 Leuten etwas zu hoch, es war schon recht eng. Der Fortgeschrittenen-Kurs besteht aus den bereits erwähnten Yoga- und Atemübungen, vielen schönen geführten Meditationen, einer Zeit des absoluten Schweigens, Übungen im Kontakt mit Anderen. Abends beim Satsang wird gesungen, getanzt und Guruji, wie Sri Sri Ravi Shankar genannt wird, beantwortet Fragen seiner Schüler. Der Personenkult im Ashram ist unübersehbar. An jeder Ecke hängt ein Bild von Guruji in allen Größen. Im Jesus-Saal, einem der Kursräume, steht auf einer Kommode ein geschnitztes Bild von Jesus, daneben in dreifacher Größe ein gerahmtes Bild von Sri Sri Ravi Shankar. Gurujis Forderung nach Hingabe an ihn als Meister muss wohl aus der indischen Tradition kommen, ähnliches habe ich schon von anderen indischen Meistern gehört. Ich kann dieses Verhalten von indischen Lehrern und Schülern nur auf ein anderes Maß an Selbstwertgefühl zurückführen, das sicherlich auf Unterschiede in Erziehung und nationalen Werten beruht. Von westlichen spirituellen Lehrern, mit denen ich mich beschäftigt habe, zum Beispiel Rudolph Steiner (Anthroposophie) und Harry Palmer (Avatar) kenne ich die Forderungen nach Hingabe nicht. Ganz im Gegenteil wird von ihnen die innere Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen gelehrt. Ich sehe in dieser Haltung einem Guru gegenüber auch ein Problem auf der persönlichen Ebene, eine Suche nach einem weiteren Vater, ein immer noch nicht Erwachsen-Sein, noch keine eigenen Wege gehen und eigene Verantwortung tragen (wollen). Insgesamt kann ich die Kurse von Sri Sri Ravi Shankar und seinen Anhängern sehr empfehlen, unter der Prämisse, "seht ihn als einen eurer Lehrer, nicht als Meister". Inge Reichert-Deurer |